Melancholie & Verweigerung

The Cinematic Orchestra arrangiert in bisher vier Alben (Motion, Every Day, Man With the Movie Camera, Ma Fleur) eine lange Reise über den Ozean des Klangs. Das erste Album ist noch ganz einem idealisierten Jazz verpflichtet, so dass es wie ein Impulse-Album klingt, sofern es heute noch Impulse-Alben gäbe. Das zweite Album geht weiter, viel weiter: Es ist Fusion, es ist elektrisch beseelter Blues, es ist ein leicht melancholischer Groove, gemischt mit dem Knistern einer alten Vinylplatte und dem Widerschein von Hip Hop. Das dritte Album markiert einen Übergang, denn die Geschichte vom Kameramann ist ein Moviesoundtrack, eher ein funktionaler Hintergrund als ein Konzert, Music for Showrooms gewissermaßen. Das letzte Album Ma Fleur wirkt durch seine störrische Verweigerung von Sperrigkeit wie ein radikales Gesamtkunstwerk aus sanft swingender Ambient Music; Jazz kurz vor der Selbstauflösung, vor dem Verschwinden am Ereignishorizont.

The Cinematic Orchestra – Ma Fleur

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