Jenseits des Studios

Wirklich gute Live-Alben sind selten. Meist ist es besser, das Geld dafür in ein Konzert zu investieren. Dies hier ist eine der seltenen Ausnahmen. Das irgendwo auf der Schnittstelle von Pop, Elektronik und Jazz balancierende Cinematic Orchestrea hat es nicht nur geschafft, die wunderschöne Jazz/Pop-Elektronik seiner vier Studio-Alben in einem grandiosen Konzert aufzuführen, sondern dieses Konzert auch noch in einem genialen Live-Album festzuhalten. Hier klingt kein Stück so wie auf der Platte, sondern ganz anders und neu interpretiert. Die schwermütige Kanzone „To Build A Home“ zum Beispiel wird zu einer Folk-Ballade, das Ambient-Soundscape „The Man with the Movie Camera“ zu live gespieltem Drum&Bass mit Snaregewittern und subsonischem Grummelbass. Kurz und gut: Live bietet das Cinematic Orchestra Spielfreude und Impovisation — aber vor allem Jazz abseits aller Klischees.

The Cinematic Orchestra – Live at the Royal Albert Hall

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